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Wenn man Unternehmen befragt, wie gut deren Websites in Google & Co. zu finden sind, hört man recht oft: "Wir sind ganz vorne". Das deckt sich leider nicht immer mit der Realität. Wenn man nachfragt, für welchen Suchbegriff das jeweilige Unternehmen ganz vorne stehen soll, antworten immerhin einige Unternehmen mit dem Namen Ihres Unternehmens. Das ist leider keine große Kunst, da es für diesen Suchbegriff nur sehr wenig Konkurrenz gibt.

Aber auch wenn man diesen Fall außer Acht lässt, stößt man schnell auf ein Grundproblem beim Umgang mit Suchmaschinen: Menschen suchen mit unterschiedlichen Strategien und unterschiedlichem Wortschatz.

Ein Beispiel aus der Praxis: Selbst wenn ein Anbieter von Tauchreisen für den Begriff "tauchreisen" ganz vorne zu finden ist, muss das nicht heißen, dass die selbe Website auch gut für die Phrasen "tauchreisen ägypten" oder "tauchreisen griechenland" zu finden ist. Die jeweiligen Unterseiten, die die Reiseangebote für Ägypten und Griechenland aufzeigen, müssen dafür nämlich ebenfalls optimiert werden.

Nun könnte man diesen Aspekt vernachlässigen, wenn alle Reisehungrigen immer nur nach dem einzelnen Suchbegriff "tauchreisen" suchen würde. Genau das ist aber nicht der Fall - insbesondere weil Suchmaschinennutzer immer besser mit Suchmaschinen umgehen können und dementsprechend genauere Suchanfragen stellen.

Es geht also niemals nur um einen Suchbegriff, sondern um Kombinationen dieses Suchbegriffs. Beim Suchbegriff "tauchreisen" wird dieses Wort häufig um ein Land oder einen Kontinent ergänzt, bei "sprachreisen" wird z.B. häufig nach einer Sprache gesucht, die man mit einer Sprachreise verbessern möchte.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch das Problem, dass Sprache mehrdeutig ist. Nicht alle Tauchfreunde suchen nach "tauchreisen". Einige suchen eher nach "tauchen", andere haben Interesse an "tauchurlaub" - und auch diese Wörter werden jeweils wieder in vielen Kombinationen gesucht.

Wenn man also eine Aussage über die eigene Reichweite treffen möchte, müsste man alle diese Wörter und Wortkombinationen durchprobieren, um dann in der Regel festzustellen, dass man wahrscheinlich nicht für alle diese Begriffe weit vorne zu finden ist. Es lohnt sich also durchaus, viel Energie in Keyword-Recherche zu stecken, um versteckte Potenziale zu finden und um ein realistisches Bild der eigenen Reichweite zu gewinnen.

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