Suchmaschinen-Optimierung: Eine Frage der Konkurrenz

   
 

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Suchmaschinen-Optimierung beginnt immer bei der Analyse der Konkurrenz. Denn Suchmaschinen-Optimierung ist nicht ein Kampf gegen Suchmaschinen, sondern vor allem gegen Konkurrenten, die ähnliche Ziele verfolgen und auf dieselben Suchbegriffe abzielen.

Bei der Analyse der Konkurrenz geht es vor allem um drei Fragestellungen:

  1. Kann ich mit einem gewissen Aufwand/Budget meine Konkurrenten schlagen?
  2. Was kann ich von meinen Konkurrenten lernen?
  3. Halten sich meine Konkurrenten an die Spielregeln?

Die folgenden Aspekte helfen Ihnen, diese Fragen zu beantworten.

 

1. Verlinkung

Websites wie Amazon sind nicht etwa deswegen auf oberen Suchmaschinenplätzen zu finden, weil sie ihre Inhalte konsequent auf Suchbegriffe wie "buch" oder "bücher" abgestimmt haben. Vielmehr greift hier das Link-Paradigma, also die Grundannahme, daß eine Website, auf die viele andere Websites verlinken, relevant sein muß.

Gerade Suchmaschinen wie Google gehen aber noch weiter und analysieren das Umfeld der externen Links: Wenn dort häufig das Wort "buch" auftaucht (z.B. weil der Link auf einer Link-Liste zum Thema Bücher steht), hilft das der verlinkten Website, für den Suchbegriff "buch" gute Suchmaschinen-Rankings zu erreichen. Deswegen ist nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität der Links wichtig: Die Qualität eines Links definiert sich dabei vor allem dadurch, daß er von einer ebenfalls gut verlinkten Website kommt, die zu Ihrer Thematik passt.

Wenn Sie für einen bestimmten Suchbegriff weit oben in den Suchergebnissen auftauchen möchten, müssen Sie Ihre Konkurrenten im Faktor Verlinkung schlagen (oder ihnen zumindest ebenbürtig sein). Konkurrenten werden hier aber nicht durch Offline-Aspekte (z.B. Umsatz, Markenbekanntheit) definiert, sondern nur durch deren Online-Reichweite bzw. deren Suchmaschinen-Positionen.

Die Liste Ihrer Online-Konkurrenten ermitteln Sie einfach durch ein paar Suchanfragen, für die auch Sie gefunden werden möchten. Beispiel: Ein Anbieter von Fertighäusern würde ein paar Suchanfragen stellen (z.B. "fertighaus", "fertighaus schlüsselfertig", "fertighaus massiv", "fertighäuser", ...) und prüfen, welche Websites häufig oben in den Suchergebnissen zu finden.

Diese Websites definieren dann die Konkurrenz, die Sie hinsichtlich der Verlinkung schlagen müssen. Analysieren Sie diese Websites anhand verschiedener Kriterien:

  1. Google PageRank: Diese Größe definiert eher die Quantität als die Qualität. Eine Website wie www.amazon.com hat einen sehr hohen PageRank, würde aber trotzdem bei einer Suchanfrage wie "fertighaus" von einer Website mit niedrigerem PageRank (z.B. www.fertighaus.de) geschlagen werden, da diese Website innerhalb der Thematik besser verlinkt ist. Der PageRank ist also eher innerhalb einer Branche eine gute Messlatte.
  2. Anzahl der Links: Mit der Suchanfrage "link:www.domain.de" können Sie bei Google nachschauen, welche Website auf eine bestimmte Domain verlinken. Analog liefert Ihnen Yahoo mit "link:http://www.domain.de -site:www.domain.de" diese sogenannten Backlinks. Auch wenn diese Listen häufig unvollständig sind, geben Sie doch einen Anhaltspunkt für den Grad der Verlinkung.
  3. Umfeld der Links: Wie thematisch passend eine Website verlinkt ist, ist schwierig zu bestimmen. Am ehesten kann man das durch spezialisierte Software oder durch manuelle Überprüfung aller Backlinks erzielen. Dabei erhalten Sie auch ein gutes Gefühl, ob die Links eingekauft wurden, auf Link-Partnerschaften beruhen oder ohne Einflußnahme entstanden sind.

Das Ergebnis dieser Analyse kann übrigens niederschmetternd sein: Je nach Konkurrenzlage kann es durchaus passieren, dass sich ein Projekt als unrealistisch herausstellt. Oder aber Sie lernen dabei bereits viel über Möglichkeiten der Verlinkung: Denn wer auf Ihre Konkurrenten verlinkt, kann auch auf Ihre Website verlinken.

 

2. Ethische Suchmaschinen-Optimierung

Der Begriff "ethische Suchmaschinen-Optimierung" bezeichnet alle Verfahren der Optimierung, die nicht gegen Regeln der Suchmaschinen verstoßen. Vor allem bedeutet ethische Suchmaschinen-Optimierung die Abstimmung der Inhalte auf Suchbegriffe. Sie können nur dann für eine Suchanfrage wie "fertighaus schlüsselfertig" gute Suchmaschinen-Rankings erreichen, wenn diese Worte auch in den Inhalten Ihrer Website vorkommen.

  1. Meta-Tags: Auch wenn Meta-Tags von Suchmaschinen entweder ignoriert oder sehr wenig beachtet werden, sind sie doch ein gutes Indiz dafür, ob ein Unternehmen die eigene Website schon für Suchmaschinen optimiert hat oder nicht. Wenn hier nur unwichtige Begriffe wie "internet, computer, billig, günstig" auftauchen, ist das ein Indiz dafür, daß hier keine Profis am Werk waren. Wenn dort aber relevante Suchbegriffe und Suchbegriffskombinationen zu finden, zeigt daß, das die Konkurrenz das Thema Suchmaschinen-Optimierung ernst nimmt. Und außerdem erhalten Sie vielleicht Ideen für Suchbegriffe, auf die auch Sie abzielen können.
  2. Titel: Werfen Sie einen Blick auf die Titel der einzelnen Seiten. Wenn Sie dort keine relevanten Suchbegriffe finden (z.B. "Meier Schmidt Fertigbau GmbH - Startseite" oder "Untitled 1") ist das ein Zeichen dafür, daß über Suchmaschinen-Optimierung noch nicht nachgedacht wurde - im Gegensatz zu Titeln, die mit Suchbegriffen durchsetzt sind (z.B. "Fertighaus Schlüsselfertig - Meier Schmidt Fertigbau").
  3. Inhalte: Wenn Sie entdecken, daß die Titel auf Suchbegriffe abzielen, sollten Sie überprüfen, ob diese Suchbegriffe auch konsequent in den Texten verwendet werden. Denn gerade das ist für gute Suchmaschinen-Rankings wichtig.

Das Ergebnis dieser Analyse ist zweigeteilt: Erstens erfahren Sie, ob und in welchem Grad Ihre Konkurrenten aktiv Suchmaschinen-Optimierung betreiben. Zweitens erhalten Sie häufig gute Ideen für Suchbegriffe, auf die Ihre Konkurrenten abzielen und die auch für Sie passend sind - oder für Suchbegriffe, auf die Ihre Konkurrenten noch nicht abzielen, so daß Ihre Chancen für gute Suchmaschinen-Rankings wesentlich höher sind.

 

3. Tricksereien

Tricksereien (neudeutsch: Suchmaschinen-Spamming) sind weit verbreitet. Gemeint sind Techniken, die gegen die Suchmaschinen-Richtlinien verstoßen, z.B. weißer Text auf weißem Grund oder Doorway-Pages (tausendfach, automatisch erstellte Seiten, die auf bestimmte Suchbegriffe abzielen, aber inhaltlich minderwertig sind). Suchmaschinen sind schließlich stets bemüht, relevante Suchergebnisse zu präsentieren und wehren sich daher eindeutig gegen Tricksereien. Die Grenze zwischen ethischer Suchmaschinen-Optimierung und Suchmaschinen-Spamming ist in der Praxis leider manchmal schwer zu ziehen.

Nicht alle diese Techniken sind immer einfach aufzudecken. Bei einigen Websites genügt der beherzte Griff zu Control-A ("Alles selektieren"), um auch normalerweise unsichtbaren Text sichtbar zu machen. Andere Websites nutzen komplizierte Methoden wie CSS, um Inhalte nur für Suchmaschinen, aber nicht für menschliche Besucher sichtbar zu machen.

Viele Tricks können auch durch den Vergleich des Suchmaschinen-Ergebnisses mit der eigentlichen Website aufgedeckt werden: Die Suchmaschinen zeigt in der Regel einen kleinen Ausschnitt der textlichen Inhalte einer Seite an. Wenn dieser Ausschnitt aber in der eigentlichen Seite nicht gefunden werden kann, ist das ein Indiz für Spam. Eine zuverlässige Analyse erfordert viel Erfahrung, die eine professionelle Suchmaschinen-Marketing-Agentur am besten liefern kann, da sie sämtliche Tricks kennt und auch die erforderlichen Technologien beherrscht.

Die Ergebnisse dieser Analyse können Sie dann dazu nutzen, die jeweiligen Websites bei Suchmaschinen anzuschwärzen und dafür zu sorgen, daß diese abgestraft werden. Denn Suchmaschinen-Optimierung macht nur dann wirklich Spaß, wenn alle mit gleichen Mitteln kämpfen.

 

Fazit

Wie Sie sehen, ist die Analyse der Konkurrenz durchaus hilfreich für die eigene Optimierung bzw. für die Entscheidung, ob Sie in Suchmaschinen-Optimierung Zeit und Geld investieren möchten oder lieber auf andere Möglichkeiten (bezahlte Suchmaschinen-Werbung, Affiliate-Marketing, etc.) zurückgreifen.

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