Demand Gen: Strategie statt Standard. So setzt du den Kampagnentyp richtig ein!

Demand Gen ist das neue Power-Feature in Google Ads: Kampagnen, die gezielt auf YouTube, Discover und Gmail ausgespielt werden – mit klarer Performance-Ausrichtung. Und vor allem: mit deutlich mehr Kontrolle, als wir es von Performance Max kennen. Doch wie nutzt du Demand Gen strategisch sinnvoll? Wann lohnt sich der Einsatz – und wie lassen sich Zielgruppen und Creatives optimal planen?

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du Demand Gen richtig strukturierst, wo die größten Performance-Hebel liegen und warum vor allem Kreativität und Zielgruppendenken entscheidend sind.

Was macht Demand Gen so besonders?

Demand Gen ist Googles Antwort auf die Frage: Wie erreichen wir Menschen, bevor sie konkret suchen – aber so, dass sie trotzdem konvertieren?

Während PMax stark auf Automatisierung und Full-Funnel-Abbildung setzt, erlaubt Demand Gen deutlich mehr manuelle Steuerung:

  • Auswahl der Netzwerke

  • konkrete Creative-Strategien

  • klare Zielgruppenzuweisung

  • volle Kontrolle über Anzeigenformate

Kurz gesagt: Demand Gen ist ideal, wenn du Performance willst – aber eben nicht die Blackbox.

Die Möglichkeit, genau zu definieren, wer was wann ausgespielt bekommt, macht den strategischen Ansatz aber auch unumgehbar.

Die strategische Ausgangsfrage: Was willst du erreichen?

Demand Gen kann viel – aber nicht alles gleichzeitig. Entgegen der Annahme, dass Demand Gen nur den Upper Funnel abdeckt, kannst du Nutzer:innen in den unterschiedlichsten Phasen des Funnels erreichen. Vor dem Start solltest du dein Ziel deshalb klar definieren.

Tabelle mit Zielen, Funnel-Phasen und Gebotsstrategien in Google Ads: Markenbekanntheit → See → Klicks / YouTube-Interaktionen; Kaufinteresse wecken → Think → Ziel-CPA / Conversions maximieren; Leads oder Käufe → Do → Ziel-ROAS / Conversionwert maximieren.

Zusammenhang von Kampagnenzielen, Funnel-Phasen und passenden Gebotsstrategien in Google Ads.

👉 Tipp: Je konkreter du das Ziel und die Funnel-Stufe definierst, desto besser lassen sich Creatives, Gebote und Zielgruppen darauf abstimmen.

Zielgruppen – strategisch selektieren statt blind streuen

Demand Gen lebt von Zielgruppen – und davon, diese bewusst einzusetzen.

Hier ein paar Optionen:

  • Lookalike Audiences (ab 100 Nutzer:innen)

  • Customer Match (z. B. CRM-Listen)

  • Custom Audiences (auf der Basis von URLs, Apps oder Keywords)

  • Remarketing (z. B. aus vorherigen Google- oder Meta-Kampagnen)

  • Optimierte Ausrichtung (von Google Ads vorgeschlagene Zielgruppen mit hoher Conversion-Wahrscheinlichkeit)

👉 Tipp: Wähle deine Zielgruppen bewusst aus und teste verschiedene. Non-Targeting oder die optimierte Ausrichtung von Google sind auch immer gute Optionen.

Creatives – das A und O: Hier schlägt Qualität Quantität

Demand Gen ist ein stark visuelles Format – und damit steht und fällt alles mit den Creatives.

Tipps für die richtigen Creatives:

  • Klar im Nutzenversprechen („Soforthilfe gegen …“ statt „Entdecke unsere Produkte“)

  • Visuell stark (CI-konform, mobiloptimiert, gute Hooks und CTAs, gute Lesbarkeit)

  • Funnel-spezifisch aufgebaut (Awareness ≠ Conversion ≠ Consideration)

  • Pain Points! (emotional oder problemorientiert, wir sprechen Nutzer:innen in einem hochnativen Bereich an)

  • Informative Kurzvideos (nicht zu lange Videos wählen)

👉 Achtung: Hochwertige Placements erfordern hochwertige Creatives. Hier ist kein Platz für Stock-Bilder oder schwache Hooks.

Demand Gen und PMax – Konkurrenz oder Team?

Die Antwort: Beides ist möglich.

Was du tun kannst, damit keine Kannibalisierung entsteht:

  • Unterschiedliche Creatives und Messages nutzen

    • Nachfrageorientierte Themen über PMax abbilden

    • Inspiration und Impulse über Demand Gen pushen

  • Unterscheidung in der Ausrichtung

  • Über Kampagnen-Skripte prüfen, wie hoch der Video- und Display-Anteil in Performance-Max-Kampagnen ist

Fazit: Demand Gen kann PMax dort ergänzen, wo du mehr Kontrolle brauchst – z. B. bei B2B-Kampagnen oder erklärungsbedürftigen Angeboten. Du kannst Überschneidungen mit PMax durch strategische Ausrichtung vermeiden. Wo Demand Gen eher auf die Generierung von Nachfrage ausgerichtet ist, legt PMax den Fokus auf Full-Funnel und Remarketing.

Fazit: Demand Gen ist kein Selbstläufer – sondern Strategiearbeit

Demand Gen ist kein Schnellschuss, sondern ein strategisches Tool für den modernen Funnel. Wer Zielgruppen kennt, passende Creatives entwickelt und seine Maßnahmen sauber auswertet, kann mit Demand Gen deutlich mehr aus dem Google-Ads-Setup herausholen. Es bietet viele Möglichkeiten – aber nur, wenn du sie bewusst einsetzt.

Neugierig geworden?

Wenn du Demand Gen strategisch nutzen willst – ob im B2B, E-Commerce oder bei Leadkampagnen –, helfen wir dir gern bei der Umsetzung.