Für welche Branchen sich Spotify Ads besonders lohnen
8x höhere Online-Conversion-Rate. Das erreichen Podcast-Kampagnen auf Spotify im Vergleich zu reinen Audio-Kampagnen. Und der richtige Formatmix verdoppelt die Kaufabsicht. Ganz ehrlich: Mit so viel Wirkung rechnen die wenigsten bei einem Audiokanal.
Der Haken: Diese Zahlen gelten nicht für jede Branche gleich. Ob eine Kampagne zündet, hängt davon ab, wen du erreichen willst, wie erklärungsbedürftig dein Angebot ist und was am Ende passieren soll – ein Kauf, ein Lead oder ein Besuch in der Filiale.
Wir ordnen die Zahlen von Spotify für dich ein, und zwar für sechs Branchen: E-Commerce, Tourismus, Verlage, B2B, Pharma und Healthcare sowie Franchise und Filialisten. Du bekommst pro Branche die passende Format-Kombi, einen Budget-Vorschlag und konkrete Praxis-Tipps. Und falls deine Branche fehlt, zeigen wir dir am Ende, woran du erkennst, ob Spotify zu dir passt.
Die Zahlen von Spotify im Überblick:
+34 % Aufmerksamkeit bei Spotify Video in Deutschland im Vergleich zum Online-Video-Benchmark
3x höhere Markenbekanntheit bei Multiformat- statt Einzelformat-Kampagnen
2x höhere Kaufabsicht durch den Formatmix
8x höhere Online-Conversion-Rate bei Podcast- im Vergleich zu reinen Audio-Kampagnen
+36 % mehr inkrementelle Offline-Besuche bei Podcast- im Vergleich zu Audio-Kampagnen
Die Werte stammen aus Spotify-Studien (u. a. Adelaide Attention Study, Nielsen und Kantar Brand Lift) und sind zum Teil internationale Durchschnittswerte. Dein Ergebnis kann abweichen, die Richtung ist aber überall dieselbe: Der Mix macht's.
E-Commerce: Vom Ohr direkt in den Warenkorb
Im E-Commerce zählt, wer im richtigen Moment im Kopf ist. Genau das schafft Audio: Spotify erreicht Menschen beim Pendeln, Kochen oder Sport – also dann, wenn der Bildschirm aus ist und keine Banner-Blindheit zuschlägt. Kaufimpulse entstehen so ganz nebenbei.
Die perfekte Kombination: Audio 30 s für die Aufmerksamkeit, ein Karussell für Produkte mit Preis und In-Feed Display für Klick und Code. Der Weg deiner Kund:innen sieht dann so aus: hören, sehen, klicken, kaufen – mit vorbefülltem Code und mobilem Checkout.
Budget-Vorschlag von Spotify: Audio 30 s 40 %, Karussell 30 %, Video 15 %, Display 15 %.
Tourismus: Grauer Januar? Dann spielen wir Meeresrauschen
Urlaub ist Kopfsache, und Klang transportiert Orte besser, als man denkt: Wellen, Bergwind oder Stadtleben wecken Fernweh, noch bevor ein Bild zu sehen ist. Dazu kommt das Timing. Der Sommerurlaub wird oft in den dunklen Wochen nach Neujahr geplant, wenn Inspiration auf Kaufbereitschaft trifft.
Die perfekte Kombination: Video weckt das Fernweh, Audio 30 s liefert die Klangwelt und ein Karussell zeigt Destinationen mit Preis. Die Reise deiner Zielgruppe: hören, träumen, klicken, buchen – und zwar in möglichst wenigen Schritten auf dem Smartphone.
Budget-Vorschlag von Spotify: Audio 30 s 35 %, Karussell 30 %, Video 25 %, Display 10 %.
Außerdem im Kommen: bewusstes Reisen. Nachhaltigkeit, Nebensaison und Zugreisen gewinnen in der Ansprache an Relevanz.
Verlage: Aus Hörer:innen werden Leser:innen
Wer Spotify nutzt, hört gern zu – und genau das ist für Verlage Gold wert. Hörbücher im Streaming senken die Schwelle zum Buch, Hören und Lesen ergänzen sich. Dazu verkaufen Autor:innen mit eigener Stimme und Community über Persönlichkeit statt über den Klappentext, und Nachrichtenmarken setzen auf Probeabos und Bundles.
Die perfekte Kombination: Audio 30 s mit der Stimme der Autorin oder des Autors, Podcast-Umfelder wie True Crime und Nachrichten und ein Karussell mit Cover und Abo-Angebot. Die Reise: hören, neugierig werden, klicken, lesen – mit Kauf oder Probeabo am Ende.
Budget-Vorschlag von Spotify: Audio 30 s 35 %, Karussell 30 %, Podcast 25 %, Display 10 %.
B2B: Entscheider hören zu – zwischen zwei Meetings
B2B auf Spotify? Klingt erstmal ungewohnt, ist aber einer der spannendsten Anwendungsfälle. Fachpodcasts ersetzen für viele den Branchennewsletter: hohe Aufmerksamkeit, lange Hördauer und ein vertrauensvolles Umfeld. Und weil Kaufentscheidungen im Team fallen, wird breite Markenbekanntheit im Buying Center wichtiger als der einzelne Kontakt. Wer im Kopf ist, kommt auf die Shortlist.
Die perfekte Kombination: Podcast-Umfelder zu Business, Tech und Bildung, ein Karussell mit Use Cases und In-Feed Display mit Whitepaper-CTA. Die Reise: hören, erinnern, klicken, Lead – mit Kurzformular und Sales-Follow-up.
Budget-Vorschlag von Spotify: Podcast 45 %, Karussell 20 %, Display 20 %, Audio 30 s 15 %.
Pharma und Healthcare: Beuge vor – mit Stimme, Bild und Vertrauen
Gesundheit ist ein sensibles Thema, und genau deshalb passt Audio so gut: Podcasts sind persönlich und intim, oft wird über Kopfhörer zugehört, und die Aufmerksamkeit ist hoch. Dazu kommt der Trend zum Vorbeugen statt Reparieren. Schlaf, Stress und Immunsystem sind Alltagsthemen, bei denen Marken begleiten können, statt nur zu heilen. Und wer Telemedizin, E-Rezept oder eine DiGA bewirbt, hat den Weg vom Spot zur App sehr kurz.
Die perfekte Kombination: Audio 30 s zum Erinnern, Video zum Zeigen von Vorbeugen im Alltag und Podcast-Umfelder aus der Kategorie „Lifestyle und Gesundheit“ zum Erklären. Die Reise: hören, Vertrauen aufbauen, klicken (z. B. zum Apothekenfinder oder in die App), handeln. Laut Spotify bringen Podcast-Kampagnen außerdem 36 % mehr inkrementelle Offline-Besuche als reine Audio-Kampagnen.
Budget-Vorschlag von Spotify: Audio 30 s 40 %, Podcast 35 %, Video 25 %.
Für Gesundheitswerbung gelten die üblichen Werberegeln, Stichwort Heilmittelwerbegesetz. Das hier ersetzt keine Rechtsberatung, also kläre die Inhalte im Zweifel mit deiner Rechtsabteilung ab.
Franchise und Filialisten: National bekannt, lokal um die Ecke
Bei Filialisten entscheidet am Ende nicht der Klick, sondern der Besuch vor Ort. Kund:innen erwarten Relevanz in ihrer Nähe: Adresse, Öffnungszeiten und lokale Angebote. Spotify lässt sich dafür gut nutzen, weil Creatives zentral produziert und lokal gebucht werden können – die Markenführung bleibt einheitlich. Und mit Footfall-Messung wird Audio auch für Filialisten zum Performance-Kanal.
Die perfekte Kombination: In-Feed Display mit Coupon und Filialfinder, Audio 30 s lokal und regional und Video fürs Markenbild. Die Reise: hören, merken, finden, vorbeikommen – mit dem Coupon an der Kasse. Laut Spotify bringen Podcast-Kampagnen dabei 36 % mehr inkrementelle Offline-Besuche als reine Audio-Kampagnen.
Budget-Vorschlag von Spotify: Display 45 %, Audio 30 s 35 %, Video 10 %, Karussell 10 %.
Und wenn deine Branche nicht dabei ist?
Keine Sorge, die sechs Branchen sind keine abschließende Liste. Laut Spotify funktionieren die Formate zum Beispiel auch bei FMCG, Handel, Automotive, lokalen Dienstleistern, Events, Weiterbildung, Finanzen und Versicherungen, Fashion und Beauty, Tech, Apps und Gaming sowie Entertainment.
Die Beispiele oben zeigen außerdem ein Muster. Spotify passt besonders gut, wenn du diese Fragen mit Ja beantwortest:
Kannst du dein Angebot in 30 Sekunden greifbar machen? Marke und Kernbotschaft gehören in die ersten Sekunden.
Gibt es ein klares nächstes Ziel? Ein Code, ein Filialfinder, ein Whitepaper, eine Buchungsseite – alles, was den Schritt vom Ohr zur Handlung kurz macht.
Kannst du Audio visuell verlängern? Karussell, Display oder Video holen den Klick, den ein reiner Audiospot nicht liefern kann.
Gibt es Umfelder, die zu deinem Thema passen? Ob True-Crime-Podcast, Business-Podcast oder Gesundheitsformat: Das richtige Umfeld macht die Botschaft glaubwürdiger.
Hast du einen Zeitpunkt, der für dich zählt? Black Week, Frühbucher-Januar, Abo-Monat oder Einkaufszeiten: Wer sein Timing kennt, setzt das Budget dort ein, wo es wirkt.
Beantwortest du mehrere davon mit Ja, lohnt sich ein Test. Und der geht schon ab 15 € Tagesbudget. Wir unterstützen dich gerne dabei.