Google oder Microsoft Ads – welcher Kanal performt besser? Ein Branchenvergleich.
Google Ads ist gesetzt. Und Microsoft Advertising? Wir haben 15 Konten analysiert und die Performance beider Kanäle verglichen. Besonders spannend: In bestimmten Branchen zeigt Microsoft sehr starke Ergebnisse.
1. Vorgehen
Für die Analyse haben wir 15 Konten betrachtet, bei denen wir beide Plattformen aktiv betreuen. Damit die Ergebnisse vergleichbar sind, haben wir folgende Kriterien festgelegt:
Vergleich von Suche, Performance Max und Shopping:
Kampagnenformate wie Display, Video oder Demand Gen haben wir außen vor gelassen – diese Formate sind bei Microsoft in unserer Praxis kaum relevant.Gleiche Bedingungen für alle:
Unterschiede bei Laufzeit oder Budgethöhe verzerren das Bild – darum beziehen wir uns auf Relationskennzahlen.Nur saubere Daten:
Konten mit zeitweisen Tracking-Ausfällen haben wir nicht berücksichtigt.Einheitliche Basis:
Die Conversion-Zahlen stammen aus GA4 – für eine faire Bewertung beider Plattformen.
2. Interner Marktanteil: Google Ads deutlich vorne
3. Zielgruppenunterschiede
Wen erreichst du über welchen Kanal?
Mit Microsoft Advertising sprichst du eine kleinere, aber oft sehr wertvolle Zielgruppe an – eine Zielgruppe, die über Google Ads zum Teil nicht erreichbar ist.
Google hingegen erreicht eine breiter gefächerte und stärker mobile Zielgruppe.
Neue Nutzer:innen: Google bleibt vorn – Microsoft ergänzt sinnvoll
Google Ads liegt bei der Gewinnung neuer Website-Nutzer:innen klar vorne. In der Bildungsbranche fällt der Unterschied geringer aus – hier ist Microsoft stärker als im Gesamtdurchschnitt.
Dennoch landet Microsoft häufig auf Platz vier der wichtigsten Quellen für Erstbesuche und kann in deinem Unternehmen spürbar zur Neukundengewinnung beitragen.
In der Kennzahl „Neue Nutzer:innen“ sind Awareness-Kampagnen einbezogen. Da wir diese fast ausschließlich über Google ausspielen, beeinflusst dies das Ergebnis zugunsten von Google.
Ähnliche Conversion-Raten
Die Conversion-Raten sind insgesamt vergleichbar. Im Bildungsbereich konvertieren Google-Nutzer:innen etwas häufiger, im E-Commerce liegt Microsoft leicht vorne.
4. Wettbewerb und Klickpreise: Microsoft oft günstiger
Im Durchschnitt liegen die Klickpreise bei Microsoft deutlich unter denen von Google. Das gilt jedoch nicht pauschal. Arbeitest du in der Modebranche oder für eine sehr bekannte Marke, kann der Klickpreis bei Microsoft auch höher ausfallen.
Wichtig: Die Höhe der Klickpreise ist auch von der Gebotsstrategie abhängig. Günstige Klickpreise bedeuten nicht automatisch günstigere Conversions. Entscheidend ist die Qualität des Traffics – also, ob deine Nutzer:innen auch tatsächlich konvertieren.
5. Branchenabhängige Rentabilitätsvorteile
Über alle 15 Konten hinweg sind die Kosten pro Conversion bei Microsoft minimal niedriger, mit Ausnahme der E-Commerce-Branche. Deutlich wird der Unterschied vor allem in zwei Bereichen: Im B2B-Umfeld liefert Microsoft etwas günstigere Conversions, im Bildungsbereich sogar deutlich günstigere Conversions. Für beide Branchen kann sich Microsoft Advertising also lohnen.
Im E-Commerce überzeugt insgesamt Microsoft mit dem besseren Kosten-Umsatz-Verhältnis. Allerdings gilt dies nicht für die Modebranche. In der Bekleidungsindustrie solltest du Google definitiv priorisieren.
6. Leistungen nach Branche
B2B: Niedrigere Klickpreise bei Microsoft
Microsoft besticht durch günstige Klickpreise und weniger Wettbewerb. Dadurch kannst du mit dem gleichen Budget mehr Klicks erzielen. Die Conversion-Raten sind vergleichbar mit Google, die Kosten pro Lead bei Microsoft meist etwas niedriger. Für viele B2B-Unternehmen lohnt sich Microsoft und sollte getestet werden.
Bildung: Günstigere Conversions mit Microsoft
Microsoft erreicht unter den Weiterbildungsanbietern einen vergleichsweise hohen Anteil neuer Nutzer:innen. Bei einer reinen Betrachtung dieser beiden Werbekanäle kommt etwa ein Drittel der neuen Besucher:innen über Microsoft – trotz geringerer Gesamtreichweite. Die Conversion-Rate ist bei Google zwar etwas besser, dafür profitierst du bei Microsoft von deutlich niedrigeren Klickpreisen und rund 25 % günstigeren Kosten pro Conversion. Wenn du als Bildungsanbieter noch keine Microsoft Ads schaltest, solltest du das nachholen.
E-Commerce: Microsoft mit der besseren KUR – außer in der Modeindustrie
Microsoft spielt hier eine untergeordnete Rolle, bleibt aber wettbewerbsfähig: Nur 3,2 % der neuen Nutzer:innen gelangen über diesen Kanal auf die Website unserer Kund:innen, bei Google sind es über 46 %. Die Klickpreise sind ähnlich – mit möglichen Ausreißern nach oben bei Modeunternehmen. In der Modeindustrie wird dir wahrscheinlich Google die bessere Kosten-Umsatz-Relation liefern, sodass du das meiste Budget hier investieren solltest. In anderen E-Commerce-Unternehmen kann dich Microsoft sogar mit einer besseren KUR überraschen.
Fazit: Beide Kanäle haben ihre Stärken – je nach Ziel und Branche
Google Ads bleibt in Summe der stärkere Kanal: mehr Reichweite, mehr Conversions und eine breitere Zielgruppenansprache. Wer auf hohe Skalierung und ein gutes Kosten-Umsatz-Verhältnis im E-Commerce setzt, kommt an Google kaum vorbei.
Microsoft Advertising punktet mit günstigen Klickpreisen, weniger Wettbewerb und spannenden Zielgruppen – vor allem im B2B- und Bildungsbereich. Hier erreichst du mit Suchkampagnen effizient und kostengünstig neue Nutzer:innen. Ein Test lohnt sich, wenn du dein Budget gezielt einsetzen und neue Kanäle erschließen möchtest. Selbst im E-Commerce kann Microsoft abseits der Modeindustrie eine bessere Kosten-Umsatz-Relation liefern.
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