8 Fehler, warum deine Microsoft Ads nicht performen – und wie du sie behebst
Deine Microsoft Ads laufen, aber die Ergebnisse bleiben aus oder schwanken stark? Profitiere von unseren Erfahrungen und finde heraus, welche acht Fehler in Microsoft-Advertising-Konten besonders häufig vorkommen – und was du konkret dagegen tun kannst.
Fehler 1: Kontoaufbau zu kleinteilig
Symptom:
Die Performance bleibt hinter den Erwartungen zurück. Bei einem geringen Kampagnenbudget gehen wenige Conversions ein.
Warum?
Dies kommt oft vor, wenn Kampagnen ohne Anpassung aus Google Ads in Microsoft Ads importiert werden und damit das oft niedrigere Microsoft-Advertising-Budget auf viele kleine Kampagnen verteilt wird. Das führt zu weniger Klicks und Conversions pro Kampagne. Dadurch können die Kampagnen nicht richtig lernen.
Lösung:
Um die Performance zu steigern, solltest du Kampagnen konsolidieren oder den Fokus auf Performance-starke Kampagnen legen.
Fehler 2: Eingeschränkte Budgets (zur falschen Uhrzeit)
Symptom:
Das Budget wird als „eingeschränkt“ angezeigt. Besonders auffällig ist, dass die Ausspielung oft mittags endet.
Performance-Max-Kampagnen verbrauchen das Budget besonders schnell, da mehrere Kanäle, u. a. auch das Displaynetzwerk, gleichzeitig bedient werden.
Warum?
Anders als in Google Ads stoppt Microsoft Advertising die Ausspielung komplett, sobald das Tagesbudget aufgebraucht ist. In Google Ads wird ein eingeschränktes Budget besser auf den ganzen Tag verteilt.
Lösung:
Erhöhe das Budget oder reduziere die Gebote, um die Ausspielung zu wichtigen Conversion-Uhrzeiten sicherzustellen. Ein gezielter Werbezeitplan hilft ebenfalls, das verfügbare Budget effizienter zu nutzen.
Fehler 3: Eingeschränkte Gebotsstrategie
Symptom:
Deine auf Conversions fokussierte Gebotsstrategie ist eingeschränkt.
Warum?
Die Gebotsstrategie passt nicht zur Datenlage. Zu wenige Conversions oder ein zu ambitionierter Ziel-ROAS/-CPA führen dazu, dass die Gebotsstrategie nicht optimal funktioniert.
Lösung:
Erstelle Soft-Conversions (wie z. B. die Aktionen Add-to-Cart oder Newsletter-Anmeldung), um dem Algorithmus mehr Daten zu liefern. Setze automatische Conversion-Gebotsstrategien erst dann ein, wenn du mindestens 10 bis 30 Conversions in den letzten 30 Tagen erzielt hast. Alternativ kannst du mit der Gebotsstrategie des erweiterten CPCs weiterhin sehr gute Ergebnisse erzielen. Unserer Erfahrung nach sind die automatischen Gebotsstrategien in Microsoft Ads nicht so gut wie in Google Ads.
Fehler 4: Performance Max
Symptom:
Die Kampagnen- und Konto-Performance ist schlechter als erwartet. Trotz höherer Gesamtkosten werden nicht mehr Conversions generiert.
Warum?
Hierfür gibt es vielfältige Gründe.
Beispielsweise benötigt das Kampagnenformat Performance Max viel Budget, und der Algorithmus viele Conversions zum Lernen. Wir können nicht auswerten, wie viel Budget in Displaywerbung fließt.
Performance-Max-Kampagnen konkurrieren auch mit Such- oder Shopping-Kampagnen. Die Anzeige mit dem höheren Anzeigenrang, worauf auch das höhere Gebot Einfluss hat, gewinnt die Auktion.
Lösung:
Sofern eine Brand-Such- oder Shopping-Kampagne besteht, schließe Brand-Suchbegriffe für mehr Transparenz aus. Verwende die neuen negativen Keyword-Listen, um unnötige Streuverluste zu vermeiden. Als Alternative kannst du weiterhin auf die klassische Suchkampagne und Standard-Shopping setzen, die oft gute Ergebnisse liefern.
Fehler 5: Automatische Zielgruppenanzeigen
Symptom:
Obwohl die Kosten hoch sind, erzielst du nicht die gewünschten Ergebnisse. In der Kampagnenübersicht siehst du, dass die Kosten für Zielgruppenanzeigen höher sind.
Warum?
Microsoft schaltet automatisch Zielgruppenanzeigen, ohne dass du Einfluss auf die Aussteuerung bzw. konkrete Einsichten hast. Die Anzeigen sind wie eine Blackbox.
Lösung:
Überprüfe, ob die Zielgruppenanzeigen wirklich zu deinem Ziel passen. Automatische Zielgruppenanzeigen sind eher für die Steigerung der Reichweite nützlich, weniger für Conversions. Wenn du damit keine Conversions generierst, können die Anzeigen über den Microsoft-Advertising-Support deaktiviert werden.
Fehler 6: Suchbegriffe laufen aus dem Ruder
Symptom:
Es gehen unpassende Suchbegriffe ein. Beispielsweise löst ein Broad-Match-Keyword wie „Etikettendrucker“ eine Anzeigenschaltung zum Suchbegriff „Etiketten“ aus. Das führt dazu, dass die Anzeige bzw. das Produkt/die Landingpage nicht ideal zur Suchanfrage passen.
Warum?
In Microsoft Ads sind die Keyword-Optionen tendenziell weiter gefasst als in Google Ads. Broad-Match-Keywords sind oft zu weitläufig und bringen unpassende Suchbegriffe.
Lösung:
Prüfe regelmäßig, welche Suchbegriffe bei Broad-Match-Keywords (aber auch Phrase-Match-Keywords) auftauchen. Falls nötig, hinterfrage den Einsatz von Broad-Match.
Fehler 7: Zu viele Änderungen
Symptom:
Die Kostenverläufe und die Kampagnen-Performance schwanken stark, und die Ergebnisse sind nicht stabil.
Warum?
Ein Grund dafür können zu häufige Kampagnenänderungen sein, insbesondere bei Budgets und Geboten. Zu viele Anpassungen verwirren den Algorithmus, und er lernt wieder, was die Performance beeinträchtigt.
Lösung:
Führe Änderungen gebündelt durch, statt die Einstellungen täglich zu justieren. Ändere Budgets und Gebote höchstens alle drei Wochen.
Fehler 8: Import aus Google Ads
Symptom:
Im Änderungsverlauf erkennst du, dass die Konto- oder Kampagneneinstellungen nach einem Import aus Google Ads zerschossen wurden.
Warum?
Der Import aus Google Ads kann je nach Einrichtung automatisch ausgelöst worden sein. Ebenso können beim Import die falschen Einstellungen getroffen worden sein.
Lösung:
Wenn möglich, importiere die Kampagnen manuell und passe die Import-Einstellungen an. Überprüfe nach dem Import alle Einstellungen im Konto – insbesondere Gebotsstrategien und Gebote, Keywords und Zielgruppen.
Fazit
Microsoft Advertising bietet viel Potenzial, funktioniert aber nicht identisch zu Google Ads. Wenn du typische Fehler früh erkennst, sparst du Budget und gewinnst Stabilität in der Performance. Microsoft Advertising belohnt Struktur, eine gute Datenlage und Geduld. Wer Kampagnenformate, Gebotsstrategien und Keyword-Optionen bewusst steuert, schafft eine stabile Basis für gute Ergebnisse.